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Mittwoch, 3. Januar 2018

Neues Jahr, Neues Glück

Und da bin ich auch schon wieder. ich habe mich ziemlich genau zwei Jahre hier nicht mehr gemeldet. Doch in den vergangenen Tagen und Wochen juckt es mich doch ein wenig in den Fingern diesen Blog noch einmal aufleben zu lassen.
Ursprünglich habe ich mir gedacht einen neuen Blog zu starten, doch gerade während der Weihnachtsfeiertage ist mir doch klar geworden, dass sich dieser Blog doch recht gut eignet. Es passt einfach irgendwie zusammen. Thematisch wird sich dieser Blog vielleicht ein wenig mehr spezialisieren, aber nach meiner kürzlich gemachten Erfahrung ist dies glaube ich auch recht sinnvoll. Ich möchte in Zukunft einfach ein wenig mehr über meine eigenen Erfahrungen im Leben schreiben. Ich möchte den Leuten da draußen zeigen, wie ich mich teilweise fühle und was ich empfinde. Ich möchte Fragen beantworten, wie es denn ist als schwuler in dieser Welt zu leben. Wo gibt es positive Seiten, wo eher negative. Ab wann ist eine Aussage eigentlich homophob? Wissen manche eigentlich wie homophob manche Dinge klingen?

Wie gut, dass wir nun das Jahr 2018 schreiben. So kann es nämlich als eine Art Neujahrsvorsatz gesehen werden, dass ich mich wieder verstärkt um diesen Blog kümmern werde.
Wer weiß vielleicht werden am Ende diesen Jahres mehr Besucher auf diesem Blog sein.
Vielleicht fühlt sich auch der ein oder andere angesprochen und denkt über sein Verhalten nach.
Vielleicht kann der ein oder andere aber auch manche Situationen nachempfinden.
Und vielleicht ließt auch irgendwann jemand mal diesen Blog und erlangt irgendwie mehr Selbstbewusstsein, weil er merkt, dass er eben nicht alleine mit seinen Ängsten und Sorgen da draußen ist. 

Donnerstag, 24. September 2015

L wie Liebesleben I ABC eines Schwulen

Als ich mir über dieses ABC gedanken gemacht habe, war mir relativ schnell klar, dass es bei dem Buchstaben L um das Thema Liebe bzw. das Liebesleben eines Schwulen gehen sollte. Allerdings habe ich mir nie genauer Gedanken dazu gemacht, um was es genau dabei gehen sollte. Außerdem habe ich das Thema Liebe schon einmal in einem anderen Beitrag behandelt, sodass es unnötig wäre zweimal darüber zu schreiben.
Die logische Schlussfolgerung daraus wäre also, dass es nun um das Thema Liebesleben gehen wird. Aber wen wird das Interessieren? Was könnte man überhaupt dazu schreiben? Was sagt das Liebesleben eines einzelnen schon über eine ganze Gruppe aus? Und warum sollte ich über mein Liebesleben reden? Nur weil ich schwul bin? Habe ich allein aus diesem Grund kein Anrecht mehr auf eine Privatsphäre?

Doch, die habe ich. Jeder hat ein Anrecht darauf über private Angelegenheiten zu schweigen. Was bei mir im Bett passiert, dass geht wohl nur meinen Freund und mich etwas an. So wie es bei jedem anderen Paar auch der Fall ist.
Und dennoch beschleicht mich das Gefühl über das Liebesleben eines Schwulen berichten zu müssen. Es ist nochmal an der Zeit, dass euch jemand sagt, dass Ihr da etwas falsch verstanden habt. Denn in der Liebe und dem Liebesleben geht es nicht nur darum Sex zu haben. Sondern auch darum einen Menschen zu kennen, dem man zu 100 % vertrauen kann. Und zwar blind.  Einen Menschen zu kennen, dem man nicht Misstrauen braucht, der immer für einen da sein wird und alle Entscheidungen gemeinsam getragen werden.
Aber die Dinge ändern sich. Und das ist ok, das ist gut. Nur so kann sich etwas weiterentwickeln. Was gestern vielleicht noch ein Tabuthema war, darüber spricht man heute offen und ehrlich ohne jegliches Schamgefühl.
Welches Extrem der beiden nun besser sein mag, darüber lässt sich streiten. Letztlich muss man nämlich beide Extreme einmal austesten um später einen geeigneten Mittelweg zu finden.

Über Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte, wurde über das Thema Sex kein Sterbenswörtchen gesprochen. Es war nunmal eines der Tabuthemen. Aber mit jeder neuen Generation setzen auch Veränderungen ein. Nach und nach wurde immer offener und immer freier über das Thema geredet und diskutiert. Inzwischen sind wir sogar soweit, dass wir Liebe und Sex kaum noch voneinander unterscheiden können.
In einem Entwurf eines neuen Bildungsplans steht dann etwas von sexueller Vielfalt und nur kurze Zeit später heißt es, dass den Schülerinnen und Schülern bald gelehrt wird, was sie von einer Prostituierten alles erwarten könnten. Was natürlich ein Gerücht ist. Jeder hat den Begriff 'sexuelle Vielfalt' für sich interpretiert, wobei einige natürlich ausschließlich an den Geschlechtsverkehr an sich gedacht haben. Tatsächlich gemeint war mit sexueller Vielfalt aber, den Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass man sich nicht unbedingt in das andere Geschlecht verlieben muss. Gemeint war aufzuzeigen, dass es eben nicht nur Heterosexuelle, sondern auch Homosexuelle oder Transgender gibt. Und es eben keine Schande ist, wenn man so empfindet.
Die Debatte um den Bildungsplan - Worum geht es?
Aber die Macht, die ein einzelnes Wort hat, ist manchmal nicht zu überblicken. Allein schon die Tatsache, dass in dem Entwurf eines Bildungsplans das Wort 'sexuell' auftaucht, scheint viele verstört zu haben. Kaum sind die magischen drei Buchstaben gefallen, schon kreisen die Gedanken nur noch um das Thema Sex. Daran zu denken, was sich der Autor des Schriftstückes bei dieser Wortwahl vielleicht noch gedacht haben könnte, spielt wohl keine Rolle.

Machmal ist es schon erschreckend wie sehr man doch auf seine Wortwahl achten muss, um genau das auszudrücken, was man möchte. Sogar wenn es nur ein erster Entwurf, ein möglicher Lösungsansatz ist, an dem man noch Verbesserungen durchführen kann und muss.



Montag, 18. Mai 2015

Homosexualität - Stadt vs. Land

Jedes Jahr wird am 17. Mai der sogenannte Coming Out Day oder auch Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie (IDAHOT) gefeiert. Überall auf der Welt erinnern Menschen an den Tag, an dem Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde. 
Überall machen LGBTI darauf aufmerksam, dass die Welt eben nicht nur aus heterosexuellen Menschen besteht. Es werden Flashmobs geplant, Infostände aufgebaut. Vor allem in Großstädten und Metropolen. Auf dem Lande sieht es da schon etwas anders aus. Aber wieso ist das so? Gibt es auf dem Land keine Schwulen, Lesben oder Trans-Menschen? Wenn ja, warum ist das so?

Ich selbst habe auch eine Zeit lang in einem kleinen Dorf gelebt. Man musste nur aus der Haustür gehen und war eigentlich schon mitten im Grünen. Jeder kannte jeden. Jeder halft jedem. Man konnte nicht einmal in die ortsansässige Bäckerei oder Metzgerei ohne jemanden zu treffen, den man kannte. Ein Dorf ist eben wie eine große Familie.
Aber es gibt eben auch die Kehrseite der Medaille. Auch wenn Homosexualität schon seit Ewigkeiten aus dem Diagnoseschlüssel gestrichen wurde, so gibt es dennoch Menschen welche gegen die gleichgeschlechtliche Liebe sind. Menschen, die dies nicht nur verbal kund tun, sondern auch eine Prügelei dafür in kauf nehmen. Allein die Tatsache diskriminiert, ausgegrenzt und Opfer von Gewalt zu werden, lässt viele davor zurückschrecken ihre Homosexualität anzuerkennen und sich zu outen.
Vor allem wenn man auf dem Land lebt. Jeder kennt jeden und ein kleines Schwätzchen hält man immer. Da weiß man schnell, wenn der Nachbar im Krankenhaus liegt und wieso bekommt man dann auch schnell noch erzählt. Man kennt sich eben untereinander. Das Coming Out fällt einem da schon etwas schwerer. Es geht schließlich keinen etwas an, ob ich nun schwul, lesbisch, trans, bi, phan, inter oder sonstige sexuellen Orientierungen habe. Zudem entscheide ich selbst, wem ich sage, dass ich eben keine Hete bin.
In einer Großstadt kennt man vielleicht nur einen Bruchteil der Nachbarn. Dadurch ist die Anonymität auch viel größer. Hier fällt es nicht so sehr auf, wenn man Abends eine Szene-Kneipe besucht. Was interessiert mich schon was Fremde über mich denken mit denen ich zudem nichts zu tun habe. Kontakte zu LGBTI zu knüpfen fällt in einer Großstadt durchaus leichter, was den ganzen Coming Out Prozess natürlich erleichtert. Vorurteile lassen sich eben am besten abbauen, wenn man betroffene Personen kennenlernt. Nicht umsonst wird jedes Jahr der Coming Out Day gefeiert. Ebenso gibt es den Pride (CSD) bei dem man erste Kontakte knüpfen kann. Man muss sich nur trauen solche Veranstaltungen zu besuchen. Hier ist es doch egal ob man homo-, hetero-, trans-, bi-, inter- oder andere sexuelle Orientierungen hat.

Montag, 27. April 2015

Teenager - auf der Suche nach sich selbst

Pubertät. Es ist die wohl wichtigste Zeit in unserem Leben. Es ist die Zeit, wo die Eltern schwierig werden. Sie scheinen plötzlich gegen alles zu sein, was man macht oder machen möchte. Aber warum ist dem so? Warum stellen sich die eigenen Eltern plötzlich gegen die Wünsche des Kindes? Warum verbieten sie alles, was einem selbst Spass bereitet?

Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn sich ein Paar dazu entscheidet Kinder zu bekommen. Sie stellen sich vor, wie süß das eigene Kind sein wird. Wie viel Spass sie zusammen haben werden. Wie sie gemeinsam im Park spazieren gehen werden und stellen sich all die wundervollen Momente mit dem eigenen Kind vor. Das erste lächeln, das erste Wort, das erste mal laufen und so vieles mehr.
Kinder zu haben scheint eine legale Droge zu sein. Denn niemand denkt zu diesem Zeitpunkt an die schlimmen Zeiten. Vor allem am Anfang wird es Tage, Wochen oder gar Monate keine ruhige Minute mehr geben. Ständig wird das eigene Kind schreien, weil irgendetwas nicht ok ist. Hunger, Durst, eine volle Windel, der erste Zahn oder einfach nur die fehlende Nähe zu den Eltern.

Als Teenager sieht es da schon anders aus. Eltern hat eben jedes Kind, die kann man nicht so einfach abtreiben. Als Teenager möchte man eben nicht mehr zu Hause bei den Eltern auf dem Sofa hängen. Man möchte mit Freunden etwas unternehmen, in die Disko, in die nächste Kneipe. Man möchte auch mal die ein oder andere Regel überschreiten. Man möchte wissen was man kann, was man darf und was man möchte.
Einen Teenager in der Pubertät zu haben ist nicht leicht. Davon war aber auch nie die Rede. Im Gegenteil, man bekommt sogar von anderen Eltern Ratschläge, wie man es besser machen könnte. Was sie alles anders gemacht hätten. Wie es evtl. besser gewesen wäre.
Aber was ist mit den Kindern? In solchen Gesprächen scheint es nie um das Kind selbst zu gehen. Wie ist es als Kind in der Pubertät zu sein? Können sich Eltern denn nicht an ihre Kindheit erinnern? Wollten sie nie auf eigenen Beinen stehen? Endlich raus in die weite Welt?

Auch als Teenager hat man es nicht leicht. Vor allem in der Pubertät. Auf der einen Seite möchte man endlich erwachsen sein und sein eigenes Leben führen. Man möchte nicht ständig die Eltern um Erlaubnis fragen müssen. Auf der anderen Seite möchte man aber auch noch ein Kind bleiben. Es hat schließlich auch Vorteile. Wenn man als Kind scheiße baut, wird man ermahnt, bekommt eine Strafe und irgendwann ist das Ganze vergessen. Von Erwachsenen wird aber erwartet, dass sie sich an gewisse Grundregeln halten und diese nicht überschreiten.
In der Pubertät ist dies aber gar nicht mal so leicht. Wir befinden uns immerhin in der Selbstfindungsphase. Wir wollen wissen, was uns gefällt, was uns spass macht. Verbringe ich meine Abende lieber zu Hause oder gehe ich lieber in die Disco? Welche Musik gefällt? Gehe ich gerne auf eine Party oder bin ich lieber der Gastgeber? Bier oder Wein trinken? Vertrage ich viel Alkohol oder wenig? Wie ist es betrunken zu sein?
All diese Fragen wollen beantwortet werden. Zudem verändert sich unser gesamter Körper. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren. Wir alle befinden uns nochmal in einem Wachstumsschub. Es gibt Tage an denen schauen wir in den Spiegel und fragen uns wer das ist. Unser eigener Körper wird uns fremd. Unsere Stimme klingt als würde sie Achterbahn fahren. Und immer wieder die Frage: Wer bin ich?

Manchmal ist man sogar selbst überrascht über die Wahrheit. Beispielsweise wenn man auf das gleiche Geschlecht steht. Solche Dinge will man oft nicht wahr haben. Anfangs macht man ein Geheimnis daraus. Homosexualität ist schließlich eines der Tabuthemen unserer Gesellschaft. Es wird  uns sogar gepredigt, dass die wahre Liebe nur zwischen Mann und Frau sein kann. Homosexualität sei sogar eine Form des Leidens und sie würde unsere Kinder traumatisieren.
Dem stimme ich auch zu. Wer feststellt schwul, lesbisch, trans, bi oder auf irgend eine andere Art nicht in die heterosexuelle Norm zu passen, läuft natürlich Gefahr traumatisiert zu werden und darunter zu leiden. Die Gefahr rührt aber nicht daher, dass sich Homosexuelle küssen oder umarmen. Nein, es ist eher die intolerante Gesellschaft in der wir leben. Eine Gesellschaft die mir verbietet den Menschen meiner Wahl zu lieben und zu Ehren. Eine Gesellschaft die mich als Menschen 2.-Klasse abstempelt, weil ich eben nicht auf Frauen stehe. Wer will das schon? Wer will ein Mensch 2.-Klasse sein?
Wohl niemand. Daher fällt es auch vielen schwer ihre Homo- oder Transsexualität auszuleben. Sie haben angst vor Diskriminierung und Ausgrenzung. Daher verstecken sich viele hinter einer Fassade von Unwahrheiten. Niemand soll erfahren, dass sie irgendwie anders sind.
Nach Artikel 2 des Grundgesetzes hat jeder Mensch ein Recht darauf seine Persönlichkeit frei auszuleben. Wenn es um Homo- oder Transsexuelle geht, scheint dieses Gesetz nicht zu gelten. Warum nur? Was haben wir nur verbrochen? Nur weil wir uns in einen Menschen verlieben? Sind Eltern nicht glücklich, wenn dass eigene Kind einen Partner hat? Ist es nicht ein wundervolles Gefühl das eigene Kind glücklich zu sehen? Wäre es nicht eine Erleichterung für das Kind, wenn es die volle Unterstützung der Eltern hat? Egal ob homo, hetero, trans, bi oder sonstiger Sexualitäten?

Montag, 20. April 2015

Homosexualität - Krankheit? Erblich? oder doch von Gott gewollt?

Manchmal frage ich mich, ob die Menschen überhaupt wissen was sie so alles von sich geben. Ob sie sich je mit dem jeweiligen Thema näher beschäftigt haben und auch wissen, worum es nun eigentlich geht. Bei der ein oder anderen Aussage habe ich da doch meine Zweifel.
Vor einiger Zeit hat der NDR eine Reportage mit dem Titel "Die Schwulenheiler" ausgestrahlt. Nun wurde auch der zweite Teil "Die Schwulenheiler 2" gesendet. Als ich mir die Reihe angeschaut habe, kam ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Was da für Meinungen vertreten wurden ist erschreckend.

Ich kann durchaus verstehen, dass Heterosexuelle es nicht verstehen, wie man sich in das gleiche Geschlecht verlieben kann. Ebenso wenig kann aber auch ein Homosexueller nicht verstehen, dass man sich in das andere Geschlecht verliebt. Aber muss man deswegen gleich auf die Straßen gehen und gegen die gleichgeschlechtliche Liebe demonstrieren? Was macht manchen Menschen solche Angst, wenn Schwule, Lesben und Transsexuelle die gleichen Rechte bekommen würden? Ist der Paragraf 175 wirklich noch so tief in den Köpfen der Menschen verankert? Wird Homosexualität tatsächlich noch als Krankheit angesehen?
Ja, leider wird sie von manchen noch als Krankheit angesehen. Es gibt tatsächlich Leute, die einem raten einen Arzt auf zu suchen und sich von seiner nicht-heterosexualität heilen zu lassen. Als ob dass nicht schon schlimm genug sei, gibt es sogar Ärzte die damit werben, einen Menschen von seiner Homosexualität befreien zu können. Garantien dafür gibt es natürlich keine. Im Gegenteil. Es wird sogar davon abgeraten solche Ärzte und Therapeuten zu konsultieren. Die Folgen einer gescheiterten Therapie sind gigantisch. So kann es beispielsweise zu starken Depressionen, Suizidgedanken oder auch zum Suizid selbst kommen.
Eines steht jedenfalls fest, Homosexualität ist keine Krankheit, dass sieht sogar die Weltgesundheitsorganisation (WHO) so. Im aktuellen ICD-10 wird Homosexualität nicht mehr als Krankheit aufgeführt. Somit steht auch fest, dass man davon nicht geheilt werden kann, schließlich ist es nicht ungesund einen Menschen zu lieben, egal welchen Geschlechts.
Dennoch stellt man sich immer wieder die Frage: Woher kommt die Homosexualität? Wenn es schon keine Krankheit sein kann, was ist es dann? Ist es evtl. erblich bedingt?
Tatsächlich haben sich schon einige Forscher an diese Frage heran getraut. Denn eines machte sie nachdenklich. Es gibt immer wieder Familienstammbäume, wo es gehäuft Schwule und Lesben gibt. Ist Homosexualität also erblich?
Bisher waren die Antworten weniger befriedigend. Es werden zwar die wildesten Theorien entwickelt, wie es zu homosexuellem Verhalten kommen kann. Das "Schwulengen" wurde bisher aber noch nicht entdeckt.
Selbst wenn es erblich bedingt wäre, was würde das bedeuten? Habe ich mir meine Gene ausgesucht? Habe ich mir meine Familie ausgesucht? Soll ich meiner Familie nun die Schuld geben, dass ich schwul bin? Nach dem Motto: "Kinder kann man abtreiben, Eltern leider nicht."

Wenn man sich die Reportagen des NDR mal anschaut stellt man fest, dass die Schwulenheiler oft in Verbindung mit der Kirche stehen. Liegt hier vielleicht des Rätsels Lösung? Kann man in der Bibel, dem Wort Gottes, eine Antwort erhalten? Was steht eigentlich in der heiligen Schrift?

An einem solchen Punkt, weiß ich nie, was ich sagen soll. Bin ich nun ein gläubiger Mensch? Befolge ich die Regeln Gottes? Oder gehöre ich doch eher zu den Atheisten? Diejenigen, die sich von Gott abgewandt haben und sich seiner Gebote widersetzen?
Mein Konfirmationsunterricht ist nun schon ein paar Jahre alt und als Teenager widmet man seine Aufmerksamkeit eher anderen Dingen zu als dem Pastor. Soweit ich mich aber erinnern kann hat Jesu die Nächstenliebe gepredigt, sowie den Armen und Kranken geholfen.
Passend zum Thema waren am Samstag Baptisten an den Landungsbrücken. Natürlich habe ich mich etwas Abseits hingestellt und dem Ganzen gelauscht. Die Grundhaltung war wie bei jeder kirchlichen Organisation. Alle sind Sünder und nur wenn man sich Gott zuwendet, hat man eine Chance auf Erlösung.
Wenn dies also eine Voraussetzung für den Glauben ist, dann kann ich auch weiterhin als schwuler leben und sagen ich hätte meine eigene Glaubensrichtung. Woher wollen wir  schon wissen, was Gott vor tausenden von Jahren einmal gesagt haben soll? Wie oft wurde die Bibel übersetzt? Ist eine Übersetzung nicht auch immer eine Interpretation des Übersetzers? Wie viele unterschiedliche Fassungen gibt es von der Bibel? Welche ist nun die richtige? Wir alle kennen das Spiel 'Stille Post' und immer wieder wundern wir uns, was am Ende heraus kommt. Wieso sollte es bei der Bibel anders sein?

Wenn es nun einen allmächtigen Gott gibt und er tatsächlich allwissend ist, dann wusste er was er tat. Als er Adam eine Frau gab, hätte er wissen müssen, dass es sowohl hetero- als auch homosexuelles Verhalten geben wird. Gott schuf den Menschen schließlich am sechsten Tag. Da hatte er genug Zeit die Tiere und ihr Verhalten zu studieren. In der Tierwelt ist Homosexualität nämlich kein Tabu. Und wir sollten uns immer vor Augen halten: Unsere genetischen Übereinstimmungen mit Affen oder Schweinen ist enorm hoch.
Wenn Gott dies wusste, dann hat er auch uns Homosexuelle gewollt. Die Mahnung, dass Homosexualität also eine Sünde sei, soll uns also eher darauf aufmerksam machen, dass wir uns Fortpflanzen sollen und die Menschheit nie aussterbe. Kinder entstehen eben nur wenn Mann und Frau sich lieben. Es bedeutet aber nicht, dass sich zwei Frauen oder zwei Männer nicht lieben dürfen.

Montag, 2. März 2015

LGBTI ergreifen Weltherrschaft / Hetero könnte bald Schimpfwort #1 sein

Ihr armen Heten. Nun könnte bald "hetero" das neue Schimpfwort sein, welches auf Schulhöfen und in Klassenzimmern sich an den Kopf geworfen wird. Die größte Diskriminierung aller Zeiten wird kommen. Rund 6 mrd. Menschen werden es sein. Outen werden sich nicht mehr die LGBTI. Nein, sie werden zu den "Normalen" gehören. Sie werden es endlich geschafft haben. Sie werden voll anerkannte Menschen in der Gesellschaft sein. Sie werden die Rechte haben, denen früher nur Heten zugesprochen wurde. In Führungspositionen werden nur noch LGBTI vertreten sein. Wer in die Regierung will darf nicht hetero sein. Die gesamte Welt wird von ihnen regiert und schon bald werden fremde Planeten bereist um dort den Siegeszug fortzuführen. Überall wird der 28. Juni 1969 zum Feiertag erklärt. Der Tag, an dem alles begann.

Aber stimmt das wirklich? Wird es wirklich so kommen? Was ist dran an der ganzen Geschichte? Muss man sich bald wirklich dafür schämen, dass man hetero ist? Sind dass die Folgen des Stonewall-Aufstands in der Christopher Street?

Die Wahrscheinlichkeit, dass all dies eintreten wird ist doch verschwindend gering. Es werden zwar überall Debatten geführt, was die Rechte von LGBTI-Menschen angeht, aber diese müssen auch zu einem Ergebnis führen und nicht im Sande verlaufen. Zudem stellt sich dabei auch die Frage zu welchem Ergebnis man in der jeweiligen Runde gekommen ist.
Allein die Tatsache, dass in manchen Ländern immer noch die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen steht, macht mich doch etwas stutzig. Oder wie meine Mutter sagen würde: "Wir leben im 21 Jahrhundert, fliegen zum Mars, wollen fremde Planeten besiedeln, aber schaffen es nicht einmal unsere Probleme hier auf der Erde zu lösen."

Zugegeben, seit den Aufständen in der Christopher Street im Jahr 1969 hat sich einiges an den Rechten von LGBTIs geändert. Darüber kann man auch froh sein, gerade weil es sich zum positiven hin verändert hat, aber von der völligen Gleichstellung und der Akzeptanz in der Gesellschaft sind wir noch weit entfernt. Manchmal habe ich sogar das Gefühl wir bewegen uns in einem Hamsterlaufrad. Wir können tun und machen was wir wollen, aber wirklich voran kommen tun wir dabei nicht. Es wird überlegt, wie man Gesetze möglichst genderneutral formulieren kann. Studentenwohnheime heißen nun Studierendenwohnheime. Das Ampelmännchen braucht unbedingt einen neuen Namen und sollte möglichst auch genderneutral aussehen. Im Bundestag werden hitzige Debatten geführt, ob gleichgeschlechtliche Paare denn wirklich ein Recht auf ein Kind haben. Oder auch das beliebte Thema Sexualkunde/Homologie als Unterrichtsfach.

Aber was haben wir davon, wenn alles genderneutral dargestellt wird? Bringt uns das wirklich weiter? Ist es nicht nur neues Material für all die homophoben Menschen, welche nicht wollen, dass ihre Kinder angeblich schwul/lesbisch oder gar transsexuell gemacht werden? Neues Material für all diejenigen, welche angst vor einer Frühsexualisierung der Kinder haben? Für all die Menschen, die plötzlich angst haben, dass sie vielleicht selbst diskriminiert und ausgegrenzt werden könnten?

Das sich die Politik mit den Rechten von LGBTIs auseinandersetzt finde ich gut und das wird auch langsam Zeit. Die Frage ist nur welche Gesetze geändert werden. Beispielsweise die Straßenverkehrsordnung genderneutral zu formulieren finde ich ist der falsche Weg. Viel wichtiger ist da schon die generelle Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Diese haben oft noch Nachteile gegenüber anderen Paaren wie man z. B. beim Adoptionsrecht sieht. Aber an dieses Thema wagen sich nur sehr wenige heran. Haben die Parteien vielleicht angst den ein oder anderen Stammwähler zu verlieren? Wenn ja, dann sollten Sie auch überlegen, wie viele sie evtl. hinzugewinnen. Im Wahlkampf geht es schließlich nicht darum seine Stammwähler zu behalten, sondern möglichst viele Wähler mit dem eigenen Programm zu überzeugen.
Ebenso an das Thema Bildungsplan wagen sich nur sehr wenige heran. Die Bildungsplangegner warnen vor einer Frühsexualisierung der Kinder. Demnächst solle es nur noch um Sexualpraktiken gehen und was man alles von einer Prostituierten erwarten könne. Es werden Ängste geschürt, die gar keine Daseinsberechtigung haben. Dank des Bildungsplans soll nur darauf aufmerksam gemacht werden, dass es eben nicht nur die Vater-Mutter-Kind-Familie gibt, sondern auch andere Formen. Ebenso wie es verschiedene religiöse, kulturelle und ethnische Hintergründe gibt.
Aber das hört sich alles nicht dramatisch genug an. Stattdessen schürt man Ängste, spricht Sorgen von Eltern an, die früher nie existiert haben. In der Schule würde es nur noch um das Thema Sex gehen. Ganze Generationen würden plötzlich homosexuell sein. Heterosexuelle gehörten auf einmal zu einer diskriminierten Minderheit. Das Blatt würde sich wenden. Hetero wäre das neue Schimpfwort #1 auf unseren Schulhöfen.
Manchmal wäre es vielleicht ganz gut, wenn auch mal Heten in den Genuss kommen sich zu outen. Zu wissen wie es ist, wenn man zu einer diskriminierten Minderheit gehört. Seine Liebe zum Partner nicht öffentlich zeigen zu können ohne schief angeguckt oder einen blöden Kommentar zu erhalten. Aber in den ganzen Debatten um den Genderkrieg würden wir auch dann kein Stück weiter kommen. Letztlich muss sich jeder selbst fragen, wo der Unterschied zwischen Homo-, Hetero-, Bi-, Trans- und Intersexuellen besteht. Bei dem ein oder anderen wird man bestimmt verwundert gucken, wenn man plötzlich erfährt, dass sein gegenüber homo- oder transsexuell ist.

Montag, 26. Januar 2015

Für einen Moment

Für einen Moment keine Sorgen haben.
Für einen Moment sich keine Gedanken machen.
Für einen Moment alles vergessen.
Für einen Moment man selbst sein.

Für manch einen mag es unvorstellbar sein solche Wünsche zu haben. Es gibt nämlich tatsächlich Menschen, die sorgenfrei durch die Welt gehen, die sich um nichts Gedanken machen müssen. Menschen, die einfach nur sie selbst sind.
Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Ich weiß, dass ich mir oft viel zu viele Gedanken zu einem Thema mache. Gedanken, die gar keine Daseinsberechtigung haben. Wenn mir dann wieder alles zuviel wird, sehne ich mich nach solchen Momenten. Momente, wo ich mir keine Sorgen, keine Gedanken machen muss. Momente in denen ich alles vergesse und einfach nur ich selbst sein kann.
In der letzten Woche sehnte ich mich nach solchen Augenblicken. Woran das nun genau lag kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem. Die Vorlesungszeit ist nun bald zu Ende. Die ersten Klausuren stehen an. Arbeiten gehen. Recherchen für diesen Blog betreiben und Beiträge posten. Da bleibt nur sehr wenig Zeit für sich.
Ich versuche immer mir diese Zeit zu nehmen, aber manchmal klappt das eben nicht so gut. Es gibt eben auch Zeiten, wo mich die Sorgen nicht loslassen. Zeiten in denen ich mir ständig Gedanken mache. Wo mir manche Dinge nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Zeiten in denen ich nicht ich selbst sein kann oder darf.

Ich bin kein Mensch, der sich um Punkt 20 Uhr vor den Fernseher setzt und die Tagesschau guckt. Ich bin auch nicht unbedingt der Zeitungsleser. Seit Internet, Smartphone, Tablet und der gleichen ist das auch kein Problem mehr. Ich versuche mich immer über die wichtigsten Neuigkeiten zu informieren. Vor allem im LGBTI-Bereich.
Ich weiß nicht ob es nur mir so ergeht, aber aus diesem Gebiet scheint es im Moment nur wenig bis keine erfreulichen Nachrichten zu geben. Im Dezember 2014 hat sich Leelah Alcorn das Leben genommen, weil sie von transphoben Menschen umgeben war. Ihr wurde die Hormontherapie zur Geschlechtsumwandlung von den Eltern verweigert. Im Januar 2015 hat sich ein homosexueller Jugendlicher in einem Internat umgebracht. Der Verein 'Besorgte Eltern' plant Demonstrationen in ganz Deutschland und versucht so die Reform des Bildungsplans aufzuhalten. IS-Anhänger richteten Schwule hin. Lesben wurden aus einem wiener Café geworfen, weil sie sich küssten. Der Papst sieht LGBTI-Menschen als Bedrohung von Ehe und Familie. In Hamburg wurde einem schwulen Paar der Austritt aus dem Fitnessstudio nahegelegt.

Aber allem Schlechten folgt auch etwas Gutes. Erfreulich an den ganzen Nachrichten sind nämlich die Gegendemonstrationen. In den USA ist eine Diskussion über die Rechte von LGBTI-Menschen entfacht. Sogar der Präsident hat sich zu Wort gemeldet. Überall in Deutschland werden Gegendemonstrationen gestartet um für mehr Aufmerksamkeit und Aufklärung an Schulen zu sorgen. In Wien haben tausende Menschen für mehr Gleichberechtigung demonstriert. Es gibt also noch Hoffnung.
Gegner wird es wohl immer geben. Es wird immer Menschen geben, die dich scheitern sehen wollen. Aber das alles spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass man sich von den Schlagzeilen nicht runter ziehen lässt. Wichtig ist, dass man glücklich durchs Leben geht.
Als Homosexueller oder Transgender wird man automatisch von anderen Mitmenschen begafft. Es ist eben kein alltägliches Bild, was man da zu sehen bekommt. Damit muss man leben. Aber sich ständig Gedanken darüber zu machen, was denn nun meine Mitmenschen davon halten ist auch nicht gut. Es geht schließlich um mich, um mein Leben und es ist allein meine Entscheidung wann und mit wem ich glücklich bin. Auch wenn es nur für einen Moment ist, lohnt es sich dafür zu kämpfen. Für einen Moment sorgenfrei zu sein, sich keine Gedanken machen zu müssen. Für einen Moment alles zu vergessen. Einfach nur man selbst sein und den Moment genießen.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Bewegender Wunschzettel an den Weihnachtsmann

Letztens bin ich auf einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann gestoßen. Eine Mutter hat den Wunschzettel des Kindes an die Redaktion von huffingtonpost.de gesendet. Er wurde ins Deutsche übersetzt und unter der Kategorie GAY veröffentlicht. Man konnte also schon in etwa ahnen worauf es hinaus lief.


Wunschzettel an den Weihnachtsmann

Quelle: huffingtonpost.de/
Als ich den Brief angefangen hatte zu lesen dachte ich, dass er von einem ganz normalen Kind verfasst wurde. Ich bin tatsächlich davon ausgegangen, dass dieses Kind keine Ahnung von Homo- oder Transsexuellen hatte. Ich dachte, dieses Kind wollte sich einfach nur stark für andere diskriminierte Menschen machen. Doch da hatte ich den zweiten Teil noch nicht gelesen.
Im ersten Teil wird alles sehr allgemein gehalten. Das Kind wünscht sich Gleichstellung für alle, Familien die sich lieben, keine Schießereien, kein Hass und keinen Rassismus.
Der zweite Teil macht deutlich, wie es zu diesen Wünschen kam. Der große Bruder hatte sich mit 18 Jahren als transsexuell geoutet. Er wollte eine Frau sein. Er hat eine Hormontherapie gemacht, wodurch sich auch das Äußerliche verändert hat.
Das Outing hat die Familie akzeptiert. Es bleibt schließlich immer das Kind der Eltern oder auch der Bruder / die Schwester. Leider sehen das aber nicht alle Familien so und bringen ihre Kinder um, weil sie nicht hetero sind. Das soll aufhören.

Ein Wunschzettel, wie er nur sehr selten verfasst wird. Viele Kinder werden eine Liste von Geschenken anfertigen aber nicht dieser Junge. Ihm ist es viel wichtiger, dass seine Schwester ein ganz normales Leben führen kann, dass sie von niemandem schief angeguckt oder diskriminiert wird. Er stellt seine eigenen Bedürfnisse hinten an. Er sieht nämlich, wie sehr seine große Schwester leidet. Dafür verdient der Junge meinen vollsten Respekt.

Freitag, 9. Januar 2015

Welchen Wert hat ein Leben? / Leelah Alcorn

Welchen Wert hat ein Leben? Wie wichtig ist uns unser eigenes leben? Wie wichtig ist uns das Leben Anderer? Was würden wir tun, um zu leben?

Der Fall Leelah Alcorn lies mich darüber nachdenken. Sie hat das Jahr 2015 nie erlebt. Leelah hat sich nämlich am 29. Dezember 2014 das Leben genommen. Sie hat jeden Willen am Leben zu bleiben verloren. Sie durfte ihre eigene Persönlichkeit nicht ausleben, weil sie transgender war.
Leelah wurde als Junge unter dem Namen Josh Alcorn geboren. Bereits mit vier Jahren fühlte sie sich als Mädchen. Mit 14 Jahren lernte Leelah, was "Transsexualität" bedeutet. Nach dem Outing bei den Eltern fängt die Höllenfahrt aber erst richtig an. Die Eltern verweigern ihr die Hormontherapie. Daraufhin outet sich Leelah vor ihrer Klasse als Schwul. Viel zu groß ist die Angst auch bei ihren Freunden auf Ablehnung zu stoßen. Die Klasse nimmt das Outing positiv auf. Als die Eltern davon erfahren wird Leelah von der Schule genommen und jeglicher Kontakt zur Außenwelt wird unterbunden. Als das Schuljahr vorbei ist darf Leelah wieder mit ihren Freunden kommunizieren, aber diese haben sich bereits von ihr abgewandt. Leelah wurde von niemandem aus ihrem Umfeld unterstützt und nahm sich im Alter von 17 Jahren das Leben.

Ein Fall, der zu Tränen rührt. Ein Fall, der zum nachdenken anregt.
Was sind wir nur für Menschen? Was sind wir für Eltern? Wer verweigert dem eigenen Kind glücklich zu sein? Würden wir als Eltern nicht alles dafür tun, dass unser Kind glücklich wird?
Der Fall Leelah Alcorn zeigt das deutlich: Nicht jeder kämpft für das Glück des eigenen Kindes.
Leelah hätte nur noch ein Jahr warten müssen, dann hätte sie selbst über eine Hormontherapie entscheiden können. So lange wollte sie aber nicht mehr warten. Sie entschied sich lieber für den Tod, um damit für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen.
In ihrem bewegenden Abschiedsbrief ruft sie zu mehr Aufklärung an Schulen auf. Homosexualität und Transsexualität gehören auch in den Unterrichtsstoff. Je eher die Schüler aufgeklärt werden, desto besser.

R.I.P. Leelah !!!!! We miss you!!!!!


P.S.: Leider wurde der Blog von Leelah gelöscht. Hier sind aber drei Screenshots vom Abschiedsbrief.