In den vergangenen Monaten wurde eine neue Staffel meiner Lieblingsserie im deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Wie es für mich als waschechter Nerd dieser Serie gehört, habe ich mir natürlich jede einzelne Folge angeschaut. Ja, ich habe mir die Staffel sogar direkt auf iTunes gekauft, um jede Folge mindestens zwei Mal zu sehen. Teilweise habe ich die Folgen sogar dreimal gesehen, weil meine Familie auch diese Serie mag. Und jaaa, ich bin wirklich verrückt nach dieser Serie. Ich glaube sogar, dass ich der verrückteste aus der Familie bin.
Aber warum ist das eigentlich so? Was ist so besonders an dieser Serie? Um welche Serie handelt es sich überhaupt? Was hat das mit dieser Überschrift zu tun? Und warum schreibst du in deinem Blog darüber?
Fangen wir einfach mal mit der leichtesten Frage an. Vielleicht wird dann auch dem ein oder anderen klar, warum ich diese Serie so mag. Es handelt sich nämlich um die Serie Doctor Who.
Doctor Who ist eine Science-Fiction Serie der BBC, welche ihre Erstausstrahlung im Jahre 1963 feierte und somit auch die am längsten laufende Science-Fiction Serie der Welt ist. Wer mir nicht glauben mag, der schaue doch bitte im Guinessbuch der Rekorde nach. Da steht die Serie nämlich drin. Nicht jede Serie kann schließlich in diesem Jahr ihr 55 jähriges Bestehen feiern und ich Hoffe, dass es am 23. November diesen Jahres wieder ein Spezial geben wird.
Doctor Who handelt von einem mysteriösen Zeitreisenden namens 'Der Doctor', der mit seinen Begleitern durch Raum und Zeit reist und dabei in diverse Abenteuer verwickelt wird.
Das interessante und spannende daran ist, dass der Doctor eben auch bei geschichtlichen Ereignissen wie dem Ausbruch des Vesuv, oder der Mondlandung, oder der Krönung der Königin Elizabeth II. dabei ist und seine Abenteuer erlebt. Auf die weise schaut man also nicht nur irgend eine Science-Fiction Serie, sondern lernt ab und zu auch noch etwas über große, geschichtliche Ereignisse der Menschheit.
In Großbritannien hat die Serie Doctor Who schon lange ihren Kultstatus erreicht. Vor fünf Jahren, als das Spezial zum 50. Jubiläum ausgestrahlt wurde, saßen gut ein Drittel der britischen Bevölkerung vor dem Fernsehen und sahen sich das Spezial an.
Aber was ist denn nun das Besondere an der Serie?
Schon seit langem zeichnet sich die Serie dadurch aus, dass man eben auch einen Blick auf die Minderheiten in unserer Bevölkerung wirft. Dass man eben auch den Unerwünschten in unserer Bevölkerung eine Stimme verleiht - und den Verstoßenen. Die Serie zeigt einem nunmal, dass es nicht nur EINE Norm gibt, nach der sich doch bitte ALLE Menschen richten sollen, sondern dass eine unglaubliche Vielfalt auf der Erde herrscht. Und im gesamten Universum natürlich auch.
Der Doctor zeigt uns, dass es eben nicht nur die Menschheit auf dem Planeten Erde gibt, sondern, dass es 7 Milliarden Menschen auf der Erde gibt. Dass es 7 Milliarden unterschiedliche Persönlichkeiten gibt. Und sie alle leisten ihren Beitrag zu dem, was wir letztlich Menschheit nennen.
Der Doctor zeigt uns, dass der Mensch eben nicht blond, blauäugig, muskulös, heller Hauttyp, heterosexuell und etwa 1,80 m groß sein muss. Der Doctor zeigt uns, dass alleine der Hauttyp schon unendlich viele Nuancen haben kann. Dazu kommen unendlich viele Nuancen der Haar- und Augenfarbe. Nicht jeder Mensch muss super muskulös sein. Nich jeder Mensch muss heterosexuell sein. Es gibt einfach eine unglaubliche Vielfalt und letztlich lehrt uns der Doctor, dass man jedem Lebewesen, denn der Doctor trifft auch auf außerirdische Lebensformen, immer mit Ehre und Respekt gegenübertreten sollte.
Wenn man all das verinnerlicht hat, wenn man jedes Lebewesen als das akzeptiert, was es ist und man ihm mit Ehre und Respekt begegnet, dann ist Doctor Who nicht nur irgendeine Serie, sondern eine Lebenseinstellung, eine Religion.
Als der Doctor in der Zehnten Staffel von seiner neuen Begleiterin Bill Potts erfährt, dass sie auf Frauen steht, da begegnet er ihr nicht mit Ablehnung oder Verabscheuung, sondern akzeptiert das und behandelt sie wie jeden anderen Menschen auch.
Und vielleicht ist genau das auch der Punkt, warum diese Serie unter Schwulen und Lesben so bekannt ist. Weil dort ein Mann ist, der jeden so akzeptiert, wie er ist. Weil da jemand ist, bei dem man so sein kann, wie man ist und sich nicht verstecken muss.
Was wäre, wenn wir also so handeln würden wie der Doctor? Wenn wir jeden Menschen so akzeptieren würden, wie er ist. Wenn wir den nächsten Flüchtling nicht als Schmarotzer sehen, sondern als Vertriebenen aus dem eigenen Land, der hier einen Neustart versucht. Wenn wir die nächste dickere Person nicht als fettes Schwein titulieren, sondern den Menschen dahinter betrachten, der vielleicht aufgrund einer Lebensmittelunverträglichkeit so dick ist, oder weil er vielleicht enorm viel in sich rein stopft, weil er voller Ängste und Sorgen steckt und niemand ihm zur Seite steht. Wenn wir das nächste homosexuelle Pärchen sehen und es eben nicht als Abschaum der Gesellschaft betrachten, sondern die beiden Menschen dahinter, die glücklich sind einander gefunden zu haben.
Wenn wir alle so handeln würden. Wenn wir jeden Menschen so akzeptieren würden, wie er ist. Wenn jeder Respekt vor der Biographie des Anderen hätte, dann wäre die Welt ein stück weit besser geworden.
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Mittwoch, 31. Januar 2018
Was wäre wenn?
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Hamburg, Deutschland
Montag, 16. März 2015
Die Macht der Medien
Am vergangenen Montag hat Apple neue Produkte vorgestellt. Ich, als bekennender Apple-Freak, habe das Event natürlich im Internet verfolgt. Alle vorgestellten Produkte sind dünner, schneller, leichter und haben zudem noch das ein oder andere neue Feature. Überall wird nur das Beste Material verbaut. Die Benutzung soll noch leichter werden. Alles scheint perfekt, man kann die Produkte sogar schon vorbestellen.
Ein Highlight war natürlich die Apple Watch. Auch ich war am überlegen mir eine zu kaufen, aber irgendwie bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich dieses Produkt nicht brauche. Ich kann dann zwar sagen, dass ich mit zu den ersten gehöre, die eine Apple Watch haben, aber davon kann ich mir auch nichts kaufen. Solange ich noch keinen höheren Nutzen von dieser Uhr habe, brauche ich diese auch nicht. Alles was die Uhr kann, kann auch ein iPhone - und das habe ich.
Aber woher kommt dann das Verlangen ein neues Produkt zu haben? Warum wollte ich diese Uhr haben? Habe ich nicht schon genug Apple Produkte? Bin ich nicht schon oft genug im Internet? Verbringe ich nicht schon genug Zeit mit den Geräten?
Ein Highlight war natürlich die Apple Watch. Auch ich war am überlegen mir eine zu kaufen, aber irgendwie bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich dieses Produkt nicht brauche. Ich kann dann zwar sagen, dass ich mit zu den ersten gehöre, die eine Apple Watch haben, aber davon kann ich mir auch nichts kaufen. Solange ich noch keinen höheren Nutzen von dieser Uhr habe, brauche ich diese auch nicht. Alles was die Uhr kann, kann auch ein iPhone - und das habe ich.
Aber woher kommt dann das Verlangen ein neues Produkt zu haben? Warum wollte ich diese Uhr haben? Habe ich nicht schon genug Apple Produkte? Bin ich nicht schon oft genug im Internet? Verbringe ich nicht schon genug Zeit mit den Geräten?
"Du bist zu jederzeit online
als stets erreichbar
doch eigentlich nie wirklich da"
- Der Typ im Spiegel von Roger Cicero
Egal wo man heute hinsieht, fast jeder hat heutzutage ein Smartphone. Und das verweilt nicht wie früher einmal die Handys in der Hosentasche. Nein, ein Smartphone hält man in der Hand. Man surft im Internet. Schaut bei Facebook, Twitter, Instagram und co. vorbei. Man schreibt sich über diverse Messenger oder spricht mit seinem Handy, damit der Empfänger auch noch die Stimme hören kann. Dass man mit den Geräten auch noch telefonieren kann, scheint eigentlich überflüssig zu sein. Schreiben kann man schließlich mit mehreren Personen gleichzeitig und dass auch noch über unterschiedliche Themen.
Man könnte also sagen, dass das Smartphone eine Bereicherung für unser Gesellschaftsleben ist. Nie zuvor war es wichtiger möglichst viele Follower, Abonnenten, Likes oder Freunde auf den verschiedenen sozialen Netzwerken zu haben. Auf dem Schulhof verabredet man sich nicht mehr, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Nein, das Gesprächsthema lautet da schon eher wer wie viele Follower hat und wen man gerade wieder übertroffen hat. Längst sind die sozialen Netzwerke zu einer Volksdroge geworden. Wer einmal damit angefangen hat kommt da so leicht nicht mehr raus.
Auch ich gehöre zu diesen Internetjunkies. Ich bin ständig auf den sozialen Netzwerken unterwegs. Wenn ich längere Zeit mal nicht online war, komme ich mir vor wie auf Entzug. Ich habe Angst eine wichtige Nachricht vielleicht nie zu erhalten. Ständig online. Ständig erreichbar. Aber wirklich da bin ich eher selten.
Wir leben in einer Gesellschaft, die abhängig ist. Nicht etwa von Zigaretten, Alkohol und Drogen. Nein, wir sind abhängig von den diversen Medien und technischen Errungenschaften. Wir wollen immer das neuste, tollste und Beste Gerät haben. Wir wollen mit so vielen Leuten wie möglich in Kontakt bleiben. Was dabei aber auf der Strecke bleibt ist das soziale Miteinander. Mit den Menschen in Kontakt treten und dabei wirklich von Angesicht zu Angesicht über alles mögliche zu reden.
Manchmal wünsche ich mir diese Zeiten wieder zurück. Zeiten, in denen man mit einer Flasche Wein auf der Terrasse saß und einfach nur miteinander geredet hat. An Sommerabenden sogar bis tief in die Nacht, sodass man fast schon die ersten Sonnenstrahlen wieder miterlebt hat.
Die Gegenwart sieht da aber etwas anders aus. Heutzutage sitzt man gemeinsam vor dem Fernsehen und lässt sich von Filmen und diversen Werbespots zu dröhnen. Gleichzeitig schaut man sich Videos auf Youtube an. Googelt etwas im Internet. Antwortet Freunden auf WhatsApp und postet noch schnell ein Bild auf Instagram, wie sehr man doch den letzten Sommerurlaub vermisst. Da laufen schnell mal drei oder vier Geräte gleichzeitig.
Wir mögen die Zeit gemeinsam in einem Raum verbringen, aber letztlich verbringen wir sie alleine, denn wir beschäftigen uns nur mit unseren Geräten und kommunizieren nicht miteinander. Die Menschen, die uns umgeben, die uns wichtig sind, die ihre Zeit für uns opfern würden, denen schenken wir am wenigsten von unserer eigenen. Dabei ist doch die Zeit das Kostbarste was wir einem Menschen geben können.
Auch die Firma Durex hat sich mit dem Thema beschäftigt. Diese hat ein Forschungsteam zusammengestellt und an einer Entwicklung für Smartphones gearbeitet, welches Paare näher zusammenbringen soll. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es ist eben so simple wie genial.
Mit einem Menschen von Angesicht zu Angesicht zu reden, zu lachen oder auch zu weinen ist eben doch etwas ganz Besonderes. Dieses besondere Gefühl kann kein Gerät, kein soziales Netzwerk und kein Messenger auch nur ansatzweise erreichen.
Montag, 2. Februar 2015
Vorurteile - Wenn man gezwungen ist eine Lüge zu leben
Wir alle haben Vorurteile. Niemand kann sich davon freisprechen, auch ich nicht. Immer wieder kommt es zu Momenten, in denen ich gesagt hätte "nein, niemals, dass kann einfach nicht sein" und dennoch wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Ich bin Menschen begegnet, die mich auf irgendeine Art und Weise überrascht haben. Menschen, mit denen ich nie in Kontakt getreten wäre, welche nun zu meinem Freundeskreis gehören.
Ein Artikel aus dem Spiegel (Heft-Nr.: 4, erschienen am 17.01.2015) hat mich zum nachdenken angeregt. Ich habe den Artikel nur durch Zufall gelesen, bin aber froh, dass ich es getan habe. Er handelt von einem Teenager, welcher auf Mädchen zwischen acht und zehn Jahren steht. Sowohl auf seinem PC, als auch auf seinem Handy wurde kinderpornografisches Material entdeckt. Da er noch nicht strafmündig war, konnte er auch nicht verknackt werden. Nun befindet sich der Teenager in psychologischer Behandlung, um mit seiner Gier zurecht zu kommen und einen möglichen Übergriff zu unterbinden. Es ist ihm selbst peinlich, dass er dieses Verlangen nach jüngeren Mädchen hat. Nur seine Eltern wissen von seinen Problemen. Diese unterstützen ihn auch wo es nur geht, aber zu 100% vertrauen können auch sie ihm nicht.
Manch einer wird nun sagen: "Das könnte ich auch nicht, einem Pädophilen kann man nicht vertrauen." Aber ist das wirklich so? Klar ist. dass jeder nur das Beste möchte, vor allem für seine Kinder. Wer lässt diese schon unbeaufsichtigt draußen spielen, wenn ein Pädophiler in der Gegend wohnt? Wer will überhaupt einen Pädophilen als Nachbarn haben?
Wohl keiner.
Unsere Vorurteile gegenüber Randgruppen sind viel zu eingefahren. "Das kennt man doch" oder "davon hört man doch immer wieder im Fernsehen" sind beliebte Redewendungen. Niemand scheint sich mal ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen zu wollen. Niemand hat den Mut die Betroffenen anzusprechen und zu fragen "Wie fühlst du dich denn? Wie ist das für dich? Wie kam es überhaupt dazu?" Es sind ganz einfache Fragen, die jeder stellen kann, aber keiner stellt sie. Sogar wenn ein direkter Verwandter pädophile Neigungen hat unterbindet man eher den Kontakt, als die betroffene Person zu unterstützen und somit wenigstens etwas Halt in der Gesellschaft zu geben. Einfach um den betroffenen Personen zu zeigen, dass es auch noch Menschen gibt, die vorurteilsfrei sind und jedem eine zweite Chance gewähren.
Einem Menschen zu vertrauen kann sehr schwer sein, dass weiß ich selbst. Auch ich stehe immer wieder vor der Frage: "Soll ich mich als schwul outen oder nicht?" Letztlich kommt es aber immer darauf an, wie lange und wie gut man einen Menschen kennt. Eins ist aber sicher, niemand hat sich seine sexuellen Vorlieben ausgesucht. Kein Heterosexueller, kein Homosexueller, kein Transsexueller und auch kein Pädophiler. Für den ein oder anderen ist es vielleicht sogar ein Schock, wenn man schließlich die Gewissheit hat zu einer diskriminierten Randgruppe zu gehören.
Solche Menschen haben es immer schwer. Sie müssen sich ein Leben lang Vorurteile und Diskriminierungen anhören. Sie werden einfach in eine Schublade gesteckt und bleiben auch da. Kaum einer macht sich die Mühe und schaut auch mal hinter die Fassade. Kaum einer nimmt den Menschen als Individuum wahr. So bleibt vielen nur noch ihre Mitmenschen anzulügen und nichts über ihre wahre Identität preiszugeben. So etwas macht einen krank, wenn man niemanden hat mit dem man sprechen kann. Die Ängste ausgegrenzt, diskriminiert und verachtet zu werden sind nämlich viel zu groß. Jeder Mensch möchte schließlich von seinen Mitmenschen respektiert und akzeptiert werden.
Ein Artikel aus dem Spiegel (Heft-Nr.: 4, erschienen am 17.01.2015) hat mich zum nachdenken angeregt. Ich habe den Artikel nur durch Zufall gelesen, bin aber froh, dass ich es getan habe. Er handelt von einem Teenager, welcher auf Mädchen zwischen acht und zehn Jahren steht. Sowohl auf seinem PC, als auch auf seinem Handy wurde kinderpornografisches Material entdeckt. Da er noch nicht strafmündig war, konnte er auch nicht verknackt werden. Nun befindet sich der Teenager in psychologischer Behandlung, um mit seiner Gier zurecht zu kommen und einen möglichen Übergriff zu unterbinden. Es ist ihm selbst peinlich, dass er dieses Verlangen nach jüngeren Mädchen hat. Nur seine Eltern wissen von seinen Problemen. Diese unterstützen ihn auch wo es nur geht, aber zu 100% vertrauen können auch sie ihm nicht.Manch einer wird nun sagen: "Das könnte ich auch nicht, einem Pädophilen kann man nicht vertrauen." Aber ist das wirklich so? Klar ist. dass jeder nur das Beste möchte, vor allem für seine Kinder. Wer lässt diese schon unbeaufsichtigt draußen spielen, wenn ein Pädophiler in der Gegend wohnt? Wer will überhaupt einen Pädophilen als Nachbarn haben?
Wohl keiner.
Unsere Vorurteile gegenüber Randgruppen sind viel zu eingefahren. "Das kennt man doch" oder "davon hört man doch immer wieder im Fernsehen" sind beliebte Redewendungen. Niemand scheint sich mal ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen zu wollen. Niemand hat den Mut die Betroffenen anzusprechen und zu fragen "Wie fühlst du dich denn? Wie ist das für dich? Wie kam es überhaupt dazu?" Es sind ganz einfache Fragen, die jeder stellen kann, aber keiner stellt sie. Sogar wenn ein direkter Verwandter pädophile Neigungen hat unterbindet man eher den Kontakt, als die betroffene Person zu unterstützen und somit wenigstens etwas Halt in der Gesellschaft zu geben. Einfach um den betroffenen Personen zu zeigen, dass es auch noch Menschen gibt, die vorurteilsfrei sind und jedem eine zweite Chance gewähren.
Einem Menschen zu vertrauen kann sehr schwer sein, dass weiß ich selbst. Auch ich stehe immer wieder vor der Frage: "Soll ich mich als schwul outen oder nicht?" Letztlich kommt es aber immer darauf an, wie lange und wie gut man einen Menschen kennt. Eins ist aber sicher, niemand hat sich seine sexuellen Vorlieben ausgesucht. Kein Heterosexueller, kein Homosexueller, kein Transsexueller und auch kein Pädophiler. Für den ein oder anderen ist es vielleicht sogar ein Schock, wenn man schließlich die Gewissheit hat zu einer diskriminierten Randgruppe zu gehören.
Solche Menschen haben es immer schwer. Sie müssen sich ein Leben lang Vorurteile und Diskriminierungen anhören. Sie werden einfach in eine Schublade gesteckt und bleiben auch da. Kaum einer macht sich die Mühe und schaut auch mal hinter die Fassade. Kaum einer nimmt den Menschen als Individuum wahr. So bleibt vielen nur noch ihre Mitmenschen anzulügen und nichts über ihre wahre Identität preiszugeben. So etwas macht einen krank, wenn man niemanden hat mit dem man sprechen kann. Die Ängste ausgegrenzt, diskriminiert und verachtet zu werden sind nämlich viel zu groß. Jeder Mensch möchte schließlich von seinen Mitmenschen respektiert und akzeptiert werden.
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Mittwoch, 14. Januar 2015
Vorurteile und Rassismus
Wir alle haben mit Vorurteilen zu kämpfen. Wir alle kennen Vorurteile. Männer sind die Technikfreaks. Frauen gehören zu Hause an den Herd. Aber kennen sich Männer immer besser mit Technik aus? Sind Frauen wirklich die besseren Köche? Kann es nicht auch mal anders herum sein? Sind wir nicht alle Menschen? Individuen?
Bereits im Jahr 1992 gab es ein Experiment, welches zeigt, wie empfänglich Menschen für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind. Das Experiment ist nun über 20 Jahre alt und angesichts von Pegida und einer neuen Welle von Rechtsextremismus aktueller denn je.
Das Experiment:
Oprah Winfrey lud zu einer ihrer TV-schows ein. Im Vorlauf wurden die Gäste in zwei Gruppen aufgeteilt. Als Unterscheidungsmerkmal wurde die Augenfarbe benutzt und die Gruppen von da an unterschiedlich behandelt. Die Zuschauer mit braunen Augen durften als Erste ins Studio und erhielten so auch die besten Sitzplätze. Zusätzlich bekamen sie noch Kaffee und Donuts. Die Studiogäste mit blauen Augen mussten hingegen warten. Sie bekamen lächerlich wirkende grüne Papp-Kragen, die sie um ihre Hälse tragen mussten.
In der Show war eine Sozialforscherin zu gast, die sich als Lehrerin ausgab und das Experiment in Gang brachte. Sie bemerkte: "Ich bin seit 25 Jahren Lehrerin in öffentlichen und privaten Schulen dieses Landes, und ich habe miterlebt, was braunäugige Menschen im Gegensatz zu blauäugigen Menschen tun. Es ist völlig offensichtlich. Sie hätten heute Morgen hier sein sollen, als wir die Leute reingebracht haben."
Am Anfang war es noch still im Studio, aber mit der Zeit entbrannte eine hitzige Diskussion. Eine der braunäugigen Frauen sagte: "Leute, ich hatte eine Schulfreundin mit blauen Augen. Sie war so dumm, dass sie immer bei mir abschrieb." Und weiter sagte sie: "Die Blauäugigen waren heute Morgen so unverschämt und laut, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen konnten."
Mit der Zeit wurde die Debatte zu hitzig und die Sozialforscherin löste das Ganze auf. Dieses Experiment sollte den Menschen vor Augen führen, wie leicht man sich für rassistische Überlegenheitstheorien ködern lassen kann.
Die Abschließende Botschaft der Sozialforscherin lautete: "Gott habe den Menschen erschaffen, und der Mensch habe den Rassismus erschaffen."
Hier ist eine kleine Zusammenfassung des TV-Experiments von Oprah Winfrey und der Sozialforscherin Jane Elliott:
Bereits im Jahr 1992 gab es ein Experiment, welches zeigt, wie empfänglich Menschen für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind. Das Experiment ist nun über 20 Jahre alt und angesichts von Pegida und einer neuen Welle von Rechtsextremismus aktueller denn je.
Das Experiment:
Oprah Winfrey lud zu einer ihrer TV-schows ein. Im Vorlauf wurden die Gäste in zwei Gruppen aufgeteilt. Als Unterscheidungsmerkmal wurde die Augenfarbe benutzt und die Gruppen von da an unterschiedlich behandelt. Die Zuschauer mit braunen Augen durften als Erste ins Studio und erhielten so auch die besten Sitzplätze. Zusätzlich bekamen sie noch Kaffee und Donuts. Die Studiogäste mit blauen Augen mussten hingegen warten. Sie bekamen lächerlich wirkende grüne Papp-Kragen, die sie um ihre Hälse tragen mussten.
In der Show war eine Sozialforscherin zu gast, die sich als Lehrerin ausgab und das Experiment in Gang brachte. Sie bemerkte: "Ich bin seit 25 Jahren Lehrerin in öffentlichen und privaten Schulen dieses Landes, und ich habe miterlebt, was braunäugige Menschen im Gegensatz zu blauäugigen Menschen tun. Es ist völlig offensichtlich. Sie hätten heute Morgen hier sein sollen, als wir die Leute reingebracht haben."
Am Anfang war es noch still im Studio, aber mit der Zeit entbrannte eine hitzige Diskussion. Eine der braunäugigen Frauen sagte: "Leute, ich hatte eine Schulfreundin mit blauen Augen. Sie war so dumm, dass sie immer bei mir abschrieb." Und weiter sagte sie: "Die Blauäugigen waren heute Morgen so unverschämt und laut, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen konnten."
Mit der Zeit wurde die Debatte zu hitzig und die Sozialforscherin löste das Ganze auf. Dieses Experiment sollte den Menschen vor Augen führen, wie leicht man sich für rassistische Überlegenheitstheorien ködern lassen kann.
Die Abschließende Botschaft der Sozialforscherin lautete: "Gott habe den Menschen erschaffen, und der Mensch habe den Rassismus erschaffen."
Hier ist eine kleine Zusammenfassung des TV-Experiments von Oprah Winfrey und der Sozialforscherin Jane Elliott:
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